Ich kam, sah und moodlete!

Ich habe meinen ersten Moodle-Kurs mit dem Titel “Digitaktik” selbst gestaltet – und viel gelernt! Das erste Mal war ich auf Moodle hinter den Kulissen tätig.

Davor war ich als Studierende oft in verschiedenen LMS unterwegs: An der Wirtschaftsuniversität Wien auf Learn@WU, an der KPH Wien auf Moodle und nun an der FH Burgenland, wieder auf Moodle. Nun hatte ich im Studium “Angewandtes Wissensmanagement” die Möglichkeit, alle Moodle-Aktivitäten auszuprobieren und einen eigenen Kurs zu gestalten. Es hat mir viel Spaß bereitet den Online-Kurs zu erstellen! Dabei hat die Zusammenarbeit mit meinen KollegInnen Katharina Hofer und Maria Dorfer-Frick echt gut geklappt. Das Testen, gegenseitige Befeedbacken und Besprechen war wertvoll. Robert Schrenk hat uns bei der Gestaltung betreut und hilfreiche Tipps gegeben!

Worum geht’s in “meinem” Kurs?

Dazu hab ich einen kleinen Auszug aus dem Kurs-Material: Ich habe ein Video zur Begrüßung der KursteilnehmerInnen aufgenommen, in dem ich erkläre, um was es im Kurs geht.

Der Kurs heißt also “Digitaktik” (Vielen Dank an Robert Schrenk für die Wortspende und überhaupt für die Betreuung!) und ist an Lehrpersonen gerichtet, die gerne digitale Werkzeuge im Unterricht einsetzen möchten, aber didaktisch wertvoll einsetzen möchten. Im Kurs wird mit dem SAMR-Modell und Bloom’s überarbeiteter Taxonomie gearbeitet um Lern- und Lehrarrangements mit digitalen Werkzeugen zu gestalten. Wir haben den Kurs als kollaborativen Online-Kurs gestaltet, das heißt wir haben bei der Entwicklung sehr viel Wert darauf gelegt und Aufgaben für die TeilnehmerInnen zu überlegen, in denen sie mit anderen zusammenarbeiten.

Besonders am Herz gelegen sind mir am Kurs die Lernziele bzw. Lernergebnisse – das Thema wird als Inhalt behandelt und da ist es besonders wichtig, auch selbst als gutes Beispiel voranzugehen!

Was ich besonders mag am Kurs: Ganz viel formatives Feedback und summatives Feedback erst zum Schluss, auf das finale Arbeitsergebnis, das in einem kollaborativen eBook (mit Omnibook – gratis Tool zum Zusammenarbeiten bei der eBook-Gestaltung!) mit CC-Lizenz veröffentlich wird!

So sieht der Kurs aus

Lessons Learned

Ich habe mich relativ schnell auf Moodle zurecht gefunden. Manche Aktivitäten sind ein bisschen komplexer, etwa die Aktivität “Lektion” oder “Workshop” (wo Peer-Feedback integriert wird). Besonders aufwändig ist es, meiner Ansicht nach, sinnvolle Aufgabenstellungen zu erstellen, die die TeilnehmerInnen fordern und im Einklang mit den Lernzielen stehen. Besonders auch die Formulierung von Kontrollfragen ist schwieriger als man denkt. Fragen auf niedrigen kognitiven Levels zu stellen ist einfach, aber Fragen zu formulieren, die über den kognitiven Prozess “abrufen” hinaus geht, das ist schwierig und kostet Zeit.

Insgesamt habe ich schon ziemlich lange gebraucht, bis der Kurs fertig war. Für mich war es wie ein Gesamtkunstwerk zu gestalten, alle Puzzleteile müssen passen, damit sich ein großes Bild ergibt. Und das große Bild ist nötig, damit die TeilnehmerInnen auch wissen, worum es geht. Wie sagt man so schön: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Und so ist es auch mit dem Online-Kurs im besten Fall.

Betreuungsaufwand und Testung

Ich hätte sehr gerne den Kurs Digitaktik wirklich ausprobiert, mit echten TeilnehmerInnen, jedoch ist er so konzipiert, dass der Betreuungsaufwand schon relativ hoch wäre – neben Vollzeitarbeiten und Studium wäre es für mich schwierig, das auch noch zu machen. Aber das wäre natürlich die Krönung, wenn man den Kurs tatsächlich mit “echten” TeilnehmerInnen testen könnte, ihn wirklich im Internet promoten könnten etc. – dann würde man echt sehen, was gut ankommt, woran es ankommt. Vielleicht bastle ich noch ein bisschen am Kurs herum und gestalte eine Version, die weniger betreuungsintensiv ist.

Fragen, Fragen, Fragen

Welche Moodle-Aktivitäten benutzt ihr gerne, wenn ihr einen Moodle-Kurs aufsetzt? Probiert ihr auch etwas Neues hin und wieder bei den Aktivitäten?

Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass gerade die Aktivität “Workshop” bzw. “Peer-Feedback” ein bisschen tricky ist – du auch? Hast du vielleicht selbst Erfahrungen damit gesammelt?

 

 

 

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